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Ausländische Investoren

Als Ausländer ein Bankkonto in der Türkei eröffnen

Die unsichtbare Voraussetzung der Grundbuchübertragung. Welche Unterlagen verlangt werden, warum manche Anträge abgelehnt werden und warum die Devisenkaufbescheinigung zusammen mit dem Konto geplant werden muss.

6 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 5. August 2026

Das Erste, was ein Ausländer beim Immobilienkauf in der Türkei tun sollte, ist nicht die Wahl eines Objekts, sondern die Eröffnung eines Bankkontos. Der Grund ist einfach: Der Nachweis, dass der Kaufpreis über eine Bank geflossen ist, wird sowohl beim Grundbuchamt als auch beim Staatsbürgerschaftsantrag verlangt. Ein bar bezahlter Kauf lässt sich im Grundbuch eintragen, kann aber nicht in eine Staatsbürgerschaftsakte eingehen.

Erforderliche Unterlagen

  • Reisepass im Original und eine notariell beglaubigte Übersetzung
  • Steuernummer (wird vom Finanzamt am selben Tag ausgestellt)
  • Adressnachweis — eine Versorgerrechnung oder ein amtliches Dokument mit Ihrer Heimatanschrift genügt
  • Eine in der Türkei genutzte Mobilfunknummer
  • Bei manchen Banken eine Aufenthaltserlaubnis oder der Nachweis eines Aufenthaltsantrags

Die Telefonanforderung überrascht viele. Transaktionen auf in der Türkei eröffneten Konten werden per SMS bestätigt, und manche Banken können keine Nachrichten an ausländische Nummern senden. Eine lokale SIM-Karte am ersten Tag im Land erspart Ihnen die Hälfte der folgenden Wochen.

Warum manche Anträge abgelehnt werden

Banken sind nach der Geldwäschegesetzgebung verpflichtet, ihre Kunden zu kennen. Der häufigste Ablehnungsgrund ist keine fehlende Unterlage, sondern eine ungeklärte Mittelherkunft. Geht eine größere Überweisung ein, beschleunigt ein vorab bereitgehaltener Nachweis über die Herkunft des Geldes — ein Kaufvertrag, eine Gehaltsabrechnung, ein Erbschein — das Verfahren erheblich.

Der zweite häufige Grund ist die Staatsangehörigkeit. Für Bürger mancher Länder führen Banken ein zusätzliches Freigabeverfahren durch; das ist keine Diskriminierung, sondern eine Folge von Korrespondenzbankbeziehungen. Wundern Sie sich nicht, wenn bei einer Bank unmöglich ist, was bei einer anderen problemlos geht.

Die Devisenkaufbescheinigung (DAB)

Sie ist der Nachweis, dass aus dem Ausland eingebrachte Devisen in türkische Lira umgetauscht wurden, und für einen Staatsbürgerschaftsantrag unverzichtbar. Der entscheidende Punkt: Sie lässt sich nachträglich nicht beschaffen. Sie müssen die Bank im Moment des Umtauschs ausdrücklich um die Ausstellung bitten; rückwirkend wird sie nicht erteilt.

Der Betrag auf der Bescheinigung muss mit dem beim Grundbuchamt erklärten Kaufpreis übereinstimmen. Beim Amt eine niedrigere Zahl anzugeben ist weit verbreitet, doch wenn Sie die Staatsbürgerschaft beantragen wollen, führt diese Gewohnheit zur glatten Ablehnung Ihrer Akte.

400.000 USD

Mindestbetrag für die Staatsbürgerschaft durch Immobilieninvestition

5. August 2026 gültig zum

46,73 TL

Devisenverkaufskurs der Zentralbank (USD)

5. August 2026 gültig zum

Das wird am häufigsten gefragt

Kann ich ein Konto eröffnen, ohne in die Türkei zu kommen?
Manche Banken lassen die Ferneröffnung mit apostillierter Vollmacht zu; die meisten nicht. Realistisch ist, das Konto während der Reise zu eröffnen, auf der Sie das Objekt besichtigen.
Ist für die Kontoeröffnung eine Aufenthaltserlaubnis nötig?
Rechtlich nicht; die Steuernummer genügt. Manche Banken verlangen sie dennoch nach internen Regeln. Ein Anruf vor der Fahrt zur Filiale erspart einen vergeblichen Weg.
Wie sollte ich das Geld überweisen?
Per SWIFT, von Ihrem eigenen Konto, auf ein Konto in Ihrem eigenen Namen. Geld vom Konto eines Dritten wirft sowohl bei der Bank als auch beim Grundbuchamt Fragen auf und ist in einer Staatsbürgerschaftsakte ein klares Problem.
Kann ich ausreisen, ohne das Konto zu schließen?
Ja, das Konto bleibt bestehen. Konten ohne längere Bewegung können jedoch als ruhend eingestuft und gesperrt werden; eine kleine Transaktion im Jahr verhindert das.

Die Angaben auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung und stellen keine Rechts- oder Steuerberatung dar. Die Rechtslage kann sich ändern; wenden Sie sich vor einer Transaktion an Ihren Steuerberater oder Rechtsanwalt.